Pfarrverband Scheifling | St. Lorenzen | Niederwölz | Teufenbach
Pfarrverband Scheifling | St. Lorenzen | Niederwölz | Teufenbach Scheifling Pfarrverband Scheifling | St. Lorenzen | Niederwölz | Teufenbach

Pfarrverband Scheifling | St. Lorenzen ob Scheifling | Niederwölz | Teufenbach

Pfarrkirche SCHEIFLING - Patrozinium: Hl. Thomas, 3. Juli


Pfarrkirche Scheifling
Um 750 wurden die Slawen in unserem Gebiet von den Bayern abhängig und christianisiert-es entstand die erste Kirche „ad undrimas“  in unserem Gebiet ,die im Aichfeld, eventuell am Pölshals lag. Durch heidnische Aufstände wurde diese zerstört und nicht wieder aufgebaut.822/828erfolgte die endgültige Niederwerfung der Slawen und die Besiedelung durch christliche bayrische Bauern.

Nach 860 wurde die älteste Pfarrkirche in Pöls gebaut, zu deren Einzugsgebiet auch die späteren Pfarren St. Georgen, Scheiben, Frauenburg, Scheifling, St. Lorenzen, Teufenbach, Niederwölz, Oberwölz und Schönberg gehörten. In einigen Orten wurden später von den Grundherren Eigenkirchen gebaut.

1066 erhielt Markwart, Sohn des Kärntner Herzogs Adalbert vom Salzburger Erzbischof  die Pfarrrechte (Tauf- und Begräbnisrecht und Anspruch auf ein Drittel des Zehentrechtes ) für Grazluppa (Mariahof) und für seine Untertanen in Scheifling und Scheiben, die andere Bevölkerung gehörte  zur Pfarre Pöls.

1066-1103 In diese Zeit fällt der Bau der Kirche, die dem heiligen Apostel Thomas geweiht wurde.

1103 erfolgte die Schenkung der Pfarrkirche an das Stift St. Lambrecht durch die Eppensteiner, die Gründe gingen an weltliche Herren, sodass auch die Pfarrkinder weltlichen Herren untertänig waren.

Bald nach 1100 baute der Pölser Pfarrer  die Kirche im späteren St. Lorenzen um nicht den Einfluss in diesem Gebiet zu verlieren, eingepfarrt war auch Niederwölz, wo der Bau der Filialkirche St. Maximilian erfolgte, die Filialkirche St. Bartholomäus in der Feßnach wurde 1250 errichtet. Urkundlich genannt wird die Thomaskirche das erste Mal 1203/1204, die Laurentiuskirche erst 1335.

Durch diesen Eigenkirchenbau  war die Bevölkerung von Scheifling , St. Lorenzen, Puchfeld, Feßnach und Lind teilweise der Thomaskirche, andernteils der Laurentiuskirche zugehörig, sodass es immer wieder zu Streitereien der Pfarrer kam, die vom Zehent und den Einkünften aus der Seelsorgetätigkeit abhängig waren.

Von ca. 1570 -1600 war Scheifling vorwiegend protestantisch, während sich in Lind und St. Lorenzen der katholische Glauben hielt. Die Scheiflinger wurden Anfang 1600 von einer Reformkommission mit 300 Musketieren dem Katholischen Glauben wieder zugeführt.

1787  kam es zur Pfarrbereinigung durch Joseph II :Scheifling und Lind kamen zu St. Thomas, St. Lorenzen, Puchfeld und Feßnach zu St. Laurentius und Niederwölz wird eine eigene Pfarre.

Bis ins 18. Jhdt. wurden die Pfarren von Vikaren (Stellvertretern) betreut, St. Thomas überwiegend von Mönchen des Stiftes St. Lambrecht, St. Lorenzen immer von weltlichen Priestern, einige Male wurden beide Pfarren wegen Priestermangels von einem Seelsorger betreut.

 1967 wurden beide Pfarren zusammengelegt, von 1967 bis 2001 oblag Pfarrer Anton Hubmann die Seelsorge, seit 2001 ist Herr Mag. Ronald Ruthofer unser Pfarrer.

Bis Ende 2014 war die Pfarre Scheifling dem Benediktinerstift St. Lambrecht inkorporiert, nunmehr ist sie eine Pfarre der Diözese Graz-Seckau.

  Quelle: 1000 Jahre Scheifling von Walter Brunner